PROJEKT

INTERVIEW

Ateliergespräch mit Sybille Junge

zinnoberblau

Brandenburger Künstler im Gespräch
Ein Audioformat. Seit  2021. Gespräche im Atelier.

Am 5. März 2026 traf sich die Malerin Sybille Junge mit Carola Czempik in Ihrem Atelier zu einem Interview. Durch die Isolation der Coronazeit inspiriert entwickelte Sybille Junge ein Audioformat, in dem sie Inspriarionsquellen und Hintergründe der Arbeit vieler Brandenburgischer Künstler*innen erfragt.

Das Interview von Carola Czempik ist neben anderen auf der Webseite des Projektes zu finden.

Es sollte eine Arbeit ausgesucht werden, mit der das Gespräch eröffnet wird.
Die Wahl fiel auf FLIEG ICH 11 - Pigmente, Kaolin-, Schiefer- und Marmormehl, Awagami-Papiere, Wachs und Acryl auf Leinwand, 2 m x 1,60 m, 2025

AUSSSTELLUNG

FLIEG ICH

Künstlerische Arbeiten im Kontext zeitgenössischer Erinnerungskultur

Kommunale Galerie 47 in Birkenwerder/Brandenburg zeigt Arbeiten von Carola Czempik
Samstag, den 10.1.2026 um 16 Uhr
Vernissage
Begrüßung: Susanne Zinser, Vorstand Kommunale Galerie 47 e.V.
Laudatio: Petra Schmidt Dreyblatt, Kunsthistorikerin und Geschäftsführerin des BBK Brandenburg
Rede siehe PDF

Sonntag, den 25.1. 2026 um 16 Uhr
Violinimprovisationen und Gespräch - Interdisziplinäre Resonanzen
Eine langjährige künstlerische Kooperation verbindet Carola Czempik mit der Violinistin Alexa Renger/Berlin. Sie stellen u.a. ein gemeinsames Projekt in Międzyrzecz/Polen, ehemals Meseritz /Posen vor.

Sonntag, den 15.2. 2026 um 16 Uhr
Finissage

Carola Czempik spricht zu ausgewählten Arbeiten im Dialog mit Katarzyna Sekulla, Vorstand Kommunale Galerie 47 e.V.

Carola Czempik arbeitet seit Jahren an Projekten in Deutschland und Polen, die sich mit Holocaust- und Euthanasie-Geschichte auseinandersetzen. In diesem Zusammenhang hat sie ein vielschichtiges künstlerisches Vokabular entwickelt, welches Erinnerung in visueller Form artikuliert. Zentral für ihre künstlerische Recherche ist der intensive Dialog mit der Lyrik von Rose Ausländer und Paul Celan, sowie die Auseinandersetzung mit Originaldokumenten aus der NS-Zeit.

Innerhalb der Ausstellung wird gezeigt:
NACHTIGALLENBLUT – Eine 120-teilige Gedenkarbeit, die sich der Ermordung von Kindern und Jugendlichen mit Behinderungen in der NS-Zeit widmet. Das Projekt kombiniert Papier-, Holz- und Objektarbeiten mit großformatigen malerischen Leinwandarbeiten unter dem Titel „FLIEG ICH 1+2".
Die Installation eröffnet einen künstlerischen Erinnerungsraum für die etwa 300.000 Menschen, die als behindert und psychisch krank diagnostiziert wurden und durch Giftgas, Medikamente und Aushungern zu Tode kamen.
2023–2025 – work in progress

 

AUSSTELLUNG

OFFENE HORIZONTE II

Druckgrafik, Fotografie, Malerei, Textilobjekte, Zeichnung, Mixed Media und Video

Gruppenausstellung in der BBK Produzentengalerie M in Potsdam
Vernissage: Donnerstag, 4. Dezember 2025 um 18 Uhr
Begrüßung: Jutta Pelz, BBK Brandenburg
Carola Czempik und Betina Kuntzsch zeigen innerhalb der Ausstellung ihre Duo-Arbeit
NIEMANDSLAND ICH HABE EINE LINIE GESEHEN

Carola Czempik
Papierarbeit NIEMANDSLAND | 2010 und fortlaufend
24-teilige Serie, daraus sind 5 Arbeiten zu sehen.
Collage aus Zeichnungen, Malerei, Landkartenfragmenten, Gesteinsmehlen und Wachs auf Papier, je je 35 cm x 26 cm

Betina Kuntzsch
Video-Arbeit ICH HABE EINE LINIE GESEHEN, 2003, 5 Min.
Schnitt: David R. Rauschning
Musik: Moritz Denis, Eike Hosenfeld
Video-Zeichnungen zu einem Gedicht von Johannes Bobrowski
Ein Gang entlang der Berliner Mauer an der Bernauer Straße.
Spuren-Funde werden sichtbar als Archivmaterial, animierte Fotos, gefilmte Zeichnungen, gezeichnetes Video

Ein Künstler:innengespräch im Rahmen der Doppelausstellung Offene Horizonte I + II findet am Donnerstag, 8. Januar 2026 um 18 Uhr statt. Der Fall der Berliner Mauer am 9. November 1989 und die deutsche Wiedervereinigung am 3.Oktober 1990 waren Aufbruch und Umbruch zugleich – zwei historische Momente mit weitreichenden Folgen: sie standen für die Öffnung von Grenzen und neue Chancen, aber auch für Brüche, Verluste und Umdeutungen. Wie wirkt diese Zäsur von 1998/1990 in unsere Gegenwart? Welche künstlerischen Stimmen setzen sich mit Erinnerung, Transformation und den offenen Fragen der Wiedervereinigung auseinander.

Finissage: Freitag, den 16. Januar 2026 um 18 Uhr

Öffnungszeiten:
Mittwoch bis Freitag   11–17 Uhr
Feiertags geschlossen