PROJEKT
ICH. DIE. FEDER. AUCH.
Mitteilungen eines 'gänzlich unbelehrbaren widerständigen Wesen'
'Lauter Gesang schon am frühen Morgen'
Arbeit am 95-ig seitigen Künstlerinnenbuch - im Dialog mit Texten und Zeichnungen sowie Textstellen aus Krankenakten von und über Barbara Suckfüll (Material aus: IRRE IST WEIBLICH und LEB WOHL SAGT MEIN GENIE, Verlag Wunderhorn, Prinzhorn-Sammlung Heidelberg)
Die Bäuerin lebt seit 1907 in der Irrenanstalt Werneck (Süddeutschland) und schafft Schriftbilder und Zeichnungen, die in die Kunstgeschichte eingehen werden. Nur wenige Jahre vor den Euthanasiemorden hört sie auf zu schreiben und wird entlassen.
Unter Verwendung von 'Conzeptpapier' und gelegentlichem Nutzen ihrer Kissenbezüge erstellt sie mit Hilfe von winzigen Buchstaben mäandernde Umrandungen ihres Essgeschirrs. Jedes Wort ist durch einen Punkt von einem anderen Wort getrennt.
Innerhalb meiner dialogischen Spurensuche interessiert mich im Besonderen ihre Selbstbehauptung, der Einsamkeit und Isolation zum Trotz.