Mein künstlerischer Ansatz ist multidisziplinär. Eine auf Mineralien basierende Pigmentmalerei ist mein Ausgangspunkt. Transparente Japanpapiere, Stoffe, Plastikfasern, Draht, Wachs, Salz und Aschen beziehe ich in den schichtartigen Prozess mit ein. Das Verflüssigen und Verfestigen, Aufbauen, Abtragen und Zerstören der materiellen Texturen ergeben einen Rhythmus, der meinen spezifischen Themenstellungen entspricht.

Weil meine Anliegen oft über den zweidimensionalen Rahmen hinausgehen, erweitere ich meine Kunst durch raumbezogene Objekte, Installationen sowie durch zeichnerische und performative Projekte mit Musikerinnen.

Einen zentralen Fokus bildet meine künstlerische Auseinandersetzung mit dem Holocaust. Besonders wichtig ist mir in diesem Kontext das dialogische Arbeiten mit Lyrik, wobei ich einen Schwerpunkt auf die Werke von Rose Ausländer und Paul Celan setze. Die Mehrdeutigkeit ihrer Wortschöpfungen offenbart mir einen poetisch subtilen, bereits abstrahierten Blick auf ihre Erfahrung von Flucht und Exil. Das kollektive Trauma von Vernichtung und Entwurzlung ist als tiefste Schicht eingeschrieben. Meine künstlerische Formensprache versucht, in Resonanz mit ihren Werken universelle Prozesse sichtbar zu machen und ins Offene zu tragen.

In diesem Zusammenhang entwickelt sich auch das Medium Foto zu einem notwendigen poetisch-dokumentierenden Ausdrucksmittel.