Fluten und Bergen

Was blühte dort Mutter - im Dialog mit dem Gedicht 'Wolfsbohne' von Paul Celan, 1,10 m x 0,80 m, Pigmente, Kohle, Asche, Tonerde, Spitze, Zwirn, Wachs, Acryl auf Leinwand

Ein wichtiger Bestandteil meiner künstlerischen Arbeit ist die Auseinandersetzung mit zeitgenössischer Lyrik. Ich transformiere die jeweiligen Literaturkonzepte in eine spezifische Bildersprache. Dabei lasse ich mich – so geschehen bei Paul Celan - von der Biografie sowie von ausgewählten Zitaten aus dem Gedicht ‚Wolfsbohne‘ leiten. Mein grundsätzliches Interesse an der Materialforschung zum Holocaust und an der Recherche zu jüdischen Dichter*innen verbindet sich insbesondere mit meiner dialogisch-künstlerischen Arbeit zur Lyrik von Paul Celan. Die Ambivalenzen innerhalb seiner Wortfindungen ermöglichen mir, einen bildnerischen Raum zu betreten, der den Charakter meines Werkprozesses intensiviert. Der Dialog zwischen inhaltlichen Bezügen aus den jeweilig ausgewählten lyrischen Texten und historischen Hintergründen ist mir wichtig.

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